Gerald Hüther und André Stern – Was schenken wir unseren Kindern? Eine Entscheidungshilfe

Mal etwas ganz anderes, aber kurz vor Weihnachten sehr passend:
Dank dem Bloggerportal von Random House und dem Penguin Verlag durfte ich diesen schmalen Ratgeber lesen.

Wie wahrscheinlich alle Elternteile zerbreche ich mir seit ungefähr Juli den Kopf darüber, was mein Kind dieses Jahr zu Weihnachten bekommen soll. Natürlich wünscht es sich teures Plastikzeug, das ich ganz furchtbar finde und natürlich wünscht es sich nichts mehr, als genau das.
Was tun?

Wer in diesem Buch eine Liste erwartet, die einem sagt, was gute und was schlechte Geschenke für Kinder sind, der täuscht sich.
Tatsächlich beschreiben die Autoren, welche Gründe es eigentlich fürs Schenken gibt, erläutern also die verschiedenen Intentionen, die man als Schenkender hat, und erklären, warum Geschenke Kinder „verführbar“ machen.

Ich habe die Autoren so verstanden, dass es weder „gute“ noch „schlechte“ Geschenke gibt, sondern nur die Intention fürs Schenken „gut“ oder „schlecht“ ist.
Und eigentlich, so die Autoren, brauchen unsere Kinder nichts weiter, als das, was sie in einem liebevollen Haushalt ohnehin bekommen.
Natürlich stimme ich da mit ihnen überein, versuche ich doch stetig und dauerhaft zu Hause auszusortieren und Zeug loszuwerden, statt anzuhäufen, allerdings finde ich es gerade zu Weihnachten oder an Geburtstagen doch problematisch. Darauf gehen die Autoren allerdings leider nicht näher ein.

Unser Sohn bekommt sein teures Plastikset, das ich ganz furchtbar finde und er wird sich freuen und seine Augen werden leuchten und das wird es mir wert sein. Er bekommt dieses EINE Geschenk von seiner Wunschliste, das, was er sich am allermeisten gewünscht hat, in der Hoffnung, dass er versteht, dass es ein WUNSCH- und kein BESTELLzettel ist.

Ich kann das Buch allen Eltern, Großeltern und anderen Kinderbeschenkern empfehlen. Vor allem eignet es sich hervorragend als Geschenk für all jene wohlmeinenden Schenker, die vielleicht nicht verstehen (wollen), warum sie Kindern mit Geschenken nicht immer etwas Gutes tun, egal, wie gut sie es meinen.

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