Kiran Millwood Hargrave – Vardø

24.12.1617, Finnmark, Norwegen:

Wie aus dem Nichts zieht ein Sturm auf und reißt alle Männer der Insel Vardø in den Tod. Die Frauen bleiben zurück, plötzlich auf sich allein gestellt.
Zeitgleich beschließt der norwegische König, die weitläufige Landschaft in Nordnorwegen unter seine Kontrolle zu bringen und vor allem von den hexerischen Handlungen der Sámi („Lappen“) zu „befreien“, indem er das ganze Gebiet strengen christlichen Gesetzen unterwirft. Hierzu arbeitet er mit dem Schotten John Cunningham zusammen, der die Herrschaft in Finnmark übernehmen und dem hexerischen Treiben ein Ende machen soll…

Der auf historischen Tatsachen beruhende Roman der Autorin Kiran Millwood Hargrave hat mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Als ultimativer Norwegen-Fan war für mich völlig klar, dass ich ihn lesen muss und ich wurde wirklich nicht enttäuscht.
Die poetische Sprache und die atmosphärischen Beschreibungen lassen einen völlig in diese Welt eintauchen, in der die Menschen (insbesondere die Frauen) unter gänzlich anderen Bedingungen lebten, als wir es heute tun. Die Protagonistinnen sind dabei vielfältig, authentisch, und tief.

Eine großartige Erzählung über Freundschaft und Verrat, über Versuche und Formen von Widerstand, über Weiblichkeit und das Erwachsenwerden.
Ich empfehle dieses (nebenbei wunderschön gestaltete) Buch von ganzem Herzen und uneingeschränkt.

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