Patrick Süskind – Das Parfum

Bisher hatte er immer geglaubt, es sei die Welt im allgemeinen, von der er sich wegkrümmen müsse. Es war aber nicht die Welt, es waren die Menschen. Mit der Welt, so schien es, der menschenleeren Welt, ließ es sich leben.

S. 148 f.


Dank @lisa_liest wurde endlich, endlich, endlich Patrick Süskinds Das Parfum von meinem SuB befreit… lag da ja auch nur ungefähr 10 Jahre…

Über die Geschichte wurde ziemlich sicher bereits alles gesagt, was man sagen kann, deshalb spare ich mir schlicht eine Inhaltsangabe.
Die Sprache hat mich völlig begeistert.
Auch der Erzähler erscheint mir ein ganz schön cleverer Hund zu sein, zieht er uns doch regelmäßig auf seine Seite, beeinflusst uns und die Meinung, die wir uns über die Protagonist*innen, allen voran natürlich Grenouille, zu bilden versuchen.

Die Themen Schuld/Unschuld und Gut/Böse sind in diesem Roman allgegenwärtig, ohne schwarz-weiß Schemen, aber dafür mit allen erdenklichen Grautönen.
Grenouilles Schicksal hat mich berührt und bewegt und ich schwöre hiermit feierlich, dass ich das nächste Mal, wenn ich Zeugin werde, wie auf einem Fischmarkt ein Baby geboren wird, mich seiner annehme, in der Hoffnung, dass dieses Kind kein Serienmörder wird.

Noch ein gut gemeinter Rat: Ich kannte den Film, bevor ich das Buch gelesen habe. Ich empfehle es unbedingt zuerst zu lesen, denn der Film ist zwar super umgesetzt, ich denke aber, dass das Buch sprachlich umso mehr beeindrucken kann, wenn man die Geschichte noch nicht kennt.

Habt ihr es gelesen? Wie hat es euch gefallen? Seht ihr den Protagonisten als böse oder als Opfer seiner Umwelt?

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