Joshua Groß – Flexen in Miami

What the fuck did I just read?
Das war das Erste, was mir in den Sinn kam, nachdem ich Flexen in Miami von Joshua Groß zuklappte.

Es geht um… ja, worum eigentlich?
Der Protagonist (der ebenfalls Joshua heißt) lebt in Miami und wird aus irgendwelchen Gründen von einer Foundation mit Geld und Astronautennahrung beliefert. Das Geld verwendet er für Marihuana (das er gefühlt ununterbrochen raucht) und Sportwetten (mit denen er mehr Geld verdient, das er wiederum in Marihuana und Sportwetten investieren kann). Bei einer Sportveranstaltung lernt er Claire kennen, mit der er eine Beziehung beginnt.
Außerdem geht es um ein Computerspiel, bei dem man Wolken fotografieren und katalogisieren muss und das von der künstlichen Intelligenz übernommen zu werden scheint, die Schwangerschaft von Claire, die auf eben diese überhaupt nicht klar zu kommen scheint, Claires (Ex-?)Freund, den ebenfalls ständig kiffenden Rapper Jellyfish P, Drohnenüberwachung unbekannter Herkunft und einen sprechenden Kühlschrank.

Aber eigentlich geht es hier doch um all die Kids, die keine mehr sind, die in einer Überflussgesellschaft groß wurden und jetzt weder wissen, was sie mit all dem Zeug und ihrem Leben anfangen sollen noch wie und wofür.
Hier verschwimmt einfach alles und das zu lesen war anstrengend.
Flexen in Miami war in meinen Augen eine Mischung aus Bela Bs Scharnow (weil genau so irre) und Leif Randts Allegro Pastell (weil ähnliche Thematik nur völlig anders umgesetzt).
Um einen Eindruck von der Sprache zu vermitteln, hier mein Lieblingsabschnitt:

Milchhaut ist ein Motherfucker. Aber mal ehrlich, stell dir mal eine Welt ohne Milchhaut vor, wie wavy das wäre.

S. 133

Äh. Okay.
Mit der Sprache hätte ich auch sogar echt noch leben können, wenn die Figuren nicht IMMER „geschlurcht“ statt gegangen wären und ihr „phone“ statt des Handys benutzt hätten. Das war einfach unangenehm.
Ich verstehe irgendwie glaube ich vielleicht ein bisschen, was das Buch soll, aber mein Lieblingsbuch wird es in diesem Leben nicht…

Habt ihr es auch gelesen? Wie denkt ihr darüber?

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