Jonas Zauels – Bohème

„Die Kunst steht im Fokus; die sagt so viel mehr über dich, als jedes Gespräch.“
S. 38.

Ein kleiner Geheimtipp gefällig?
@jonaszauels hat mich gefragt, ob ich seinen Roman „Bohème“ lesen möchte, der 2020 bei @edition_federleicht erschienen ist.
Der junge Autor studiert Germanistik und Philosophie in Bonn, ebenso wie ich es getan habe und da hatte ich doch sofort so eine Verbindung. Also habe ich zugestimmt und habe es nicht bereut.

Die junge Felicia wird zum Studieren nach Paris geschickt. Ihre Begeisterung darüber hält sich allerdings wahrlich in Grenzen.
Durch eine Verwechslung landet sie jedoch nicht in der für sie vorgesehenen Gastfamilie, sondern lebt fortan als Florence bei einer reichen Familie, die sie für die Zwillingsschwester ihrer Adoptivtochter hält. Durch diese vermeintliche Zwillingsschwester landet die Protagonistin in den „elitären Kreise[n] wohlstandsverwahrloster Schauspieler und Künstler“.

Wie im Rausch begibt sie sich dort auf eine Reise zu sich selbst, findet Freunde und Feinde und vielleicht auch die Liebe.

Obwohl es zwischenzeitlich wirklich etwas verwirrend war, weil viele Namen durcheinander fallen, es eine große Menge Nebenfiguren gibt und mir der Plot mitunter doch etwas arg konstruiert wirkte, bin ich in zwei Zügen durch das Buch gerauscht, ähnlich wie Florence/Felicia durch das Nachtleben von Paris.

Wer eine Vorliebe für offene Enden, abgefahrene Stories, eindrucksvolle Figuren und Geschichten fernab des literarischen Mainstream hat, der sollte sich diesen Roman unbedingt einmal näher anschauen!

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