Eckhard Hollmann – Kahlo

Frida-Fangirl-alert!
Nach dem Roman „Das Leben ist ein Fest“ von Claire Berest, den ich so geliebt habe, wollte ich mich noch nicht von Frida trennen und mehr erfahren.

Die Biografie „Kahlo“ von Eckhard Hollmann eignete sich hervorragend, denn sie hangelt sich nicht nur chronologisch durch das Leben dieser unglaublich interessanten Person sondern setzt ihre Werke in den Kontext ihrer Erfahrungen, beleuchtet ihre Beziehungen zu verschiedenen Menschen, die ihr Leben begleiteten und bietet Kurzinterpretationen zu ausgewählten Gemälden.

Der Kunsthistoriker Hollmann ist dabei keineswegs unkritisch und zeigt die Künstlerin nicht ausschließlich als Mode- und Kunstikone. Frida wird als die psychisch und emotional labile Person dargestellt, die sie war. Wo immer wieder ihre Unabhängigkeit und ihr Freigeist betont wird, verschweigt Hollmann nicht, wie sehr Frida ihrem Mann verfallen war, wie sehr sie unter ihren körperlichen Gebrechen litt. Auch ihre politischen Verstrickungen und ihre ungebrochene Loyalität zu Stalin bleiben nicht unerwähnt.

Erschienen im @prestelverlag bietet das schmale Bändchen einen wunderbaren Überblick über das Leben der wohl bekanntesten Künstlerin unserer Zeit. Auch zu anderen Künstler*innen hat der Verlag in dieser Reihe Biografiebände veröffentlicht. Für Menschen wie mich, die so richtige Kunst-Noobs sind, eignen sie sich ideal.

Wer ist euer Lieblingskünstler/eure Lieblingskünstlerin und warum? Welche Titel könnt ihr empfehlen, wenn man von Kunst soviel Ahnung hat, wie eine Kuh vom Eierlegen und sich gerne einen Überblick verschaffen möchte?

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