Maja Lunde – Die Schneeschwester

[…] und das ist doch nun wirklich ein Grund zur Freude, nicht wahr, dass die Welt voller unerklärlicher, fantastischer Dinge ist, die wir nicht begreifen, das ist es doch, was das Leben lebenswert macht […].

S. 145.

Julian liebt Weihnachten. Er genießt nicht nur die Geräusche und Gerüche, die zu diesem Fest gehören, er hat an Heilig Abend auch Geburtstag.
Aber in diesem Jahr ist alles anders. Seine Eltern sind nur noch Kopien von sich selbst, seine kleine Schwester Augusta ist immerzu traurig und auch er selbst ist bedrückt und kann sich über nichts mehr freuen.
Der Grund: Julians große Schwester Juni ist gestorben und es ist das erste Fest ohne sie.
Da lernt Julian durch einen Zufall die lebensfrohe Hedvig kennen, die ihn mit ihrem strahlenden Lachen und breiten Grinsen ansteckt, die ihn mit heißer Schokolade ein bisschen von innen wärmt und deren weihnachtlich geschmücktes zu Hause festliche Stimmung vermittelt. Doch auch Hedvig hat ein dunkles Geheimnis und Julian versteht, dass er und seine Familie sich der Trauer stellen müssen…

Maja Lunde hat mit „Die Schneeschwester“ eine wunderbar weihnachtliche Geschichte geschaffen, die sich mit ihren 24 Kapiteln perfekt als literarischer Adventskalender eignet. Die zauberhaften Illustrationen von Lisa Aisato und die Übersetzung aus dem Norwegischen von Paul Berf sorgen dafür, dass mich dieses Buch genau so überzeugen konnte, wie bereits „Die Sonnenwächterin“, der zweite Teil von Lundes Jahreszeitenquartett.
Falls ihr es also nicht kennt, schenkt es euch und/oder euren Kindern nächstes Jahr zum 01. Dezember. Ich habe es mit dem Sechsjährigen gelesen und er mochte es, wenn er auch sicher nicht alles verstanden hat.

Ein wundervolles Buch. Nicht nur zu Weihnachten.

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