Leserückblick April

Mein Lesemonat April:


Es fing an mit Seht, was ich getan habe, einem atmosphärischen Roman von Sarah Schmidt, der auf einem wahren Verbrechen beruht. Überzeugen konnte mich hier die atmosphärische Sprache, die mich als Leserin in das gothichafte Setting des Textes versetzte. Trotz ein paar Längen, habe ich das Buch gern gelesen, dessen historische Grundlage mir bis dato unbekannt war.


Es folgte Die Tanzenden von Victoria Mas, ein in Paris angesiedelter Roman, der mich zwar fesseln konnte, aber auch kleinere Mängel aufwies. Der Plot um eine Frauenanstalt im ausgehenden 19. Jahrhundert, die als Sammelbecken für alle von der Gesellschaft verstoßenen funktioniert, hat mir sehr zugesagt. Die übersinnlich anmutenden Fähigkeiten einer Protagonistin und der Erzählstrang darüber, waren jedoch nicht ganz nach meinem Geschmack.


Weiter ging es mit Leïla Slimanis Essayband Warum so viel Hass, der durch Klugheit bestach. Slimanis Sprache ist eine Wucht und sie versteht es, den Finger geschickt in Wunden der Gesellschaft zu legen.


Das Sachbuch Unsichtbare Frauen von Caroline Criado-Perez war einerseits zwar wahnsinnig Interessant, durch die unfassbare Menge an Zahlen und Fakten jedoch auch anstrengend zu lesen. Ich habe sehr viele neue Informationen bekommen und von Missständen erfahren, von denen ich nichts wusste, die mich aber unmittelbar betreffen.


Vardø der Autorin Kiran Millwood Hargrave hat mich mit seinem Setting und dem Plot absolut begeistert. Die Geschichte vom Überleben norwegischer Frauen um 1617, die auf wahren Begebenheiten beruht, sowie die atmosphärische Sprache haben mich absolut in das Buch hineingesogen und ich brauchte eine Zeit, um wieder in der Gegenwart anzukommen.

Auch Leif Randts Allegro Pastell war definitiv ein Monatshighlight für mich. Mit Sicherheit eines der wenigen Male, in denen mich der „Hypetrain“ derart abgeholt hat. Nachdem es mir auf Instagram ca. 398000 Mal entgegengesprungen ist und ich jedes Mal aufs Neue der optischen Schönheit des Buchs verfiel, sprang ich auf und ich habe es keinen Moment bereut.

Der Konsumkompass von Katarina Schickling bietet einen super Überblick für Nachhaltigkeitseinsteiger, hatte meiner Meinung nach jedoch auch ein paar wenige inhaltliche Schwächen.


Tante Martl von Ursula März war ein gelungener Abschluss dieses ebenfalls gelungenen Lesemonats.
Wie immer findet ihr detailliertere Rezension zu allen Titeln auf dem Blog . Insgesamt habe ich 2355 Seiten gelesen und acht Bücher beendet.

Gehört habe ich außerdem Serpentinen von Bov Bjerg , gelesen von Robert Stadlober.
Ein melancholisches Buch, dessen sprachliche Wucht mich umgehauen und viel hat nachdenken lassen.
Das Hörbuch wurde mir von Audioteka zur Verfügung gestellt. Audioteka ist ein Hörbuchanbieter, den ich als Alternative zu Audible (böses Amazon) immer wieder gern empfehle.

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