Arabelle Sicardi & Sarah Tanat-Jones – Queer Heroes

Heute vor 51 Jahren widersetzten sich in Greenwich Village Homo- und Transsexuelle und andere queere Menschen der Polizei, darunter die schwarze Draqqueen Marsha P. Johnson. Dies führte zu den Stonewall Aufständen. Ein Jahr später fand die erste Christopher Street Parade statt, bei der für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung der LGBTQI+ Community demonstriert wurde.

Heute habe ich mit meinem Sohn dieses Buch beendet, in dem 53 Menschen vorgestellt werden, die sich gängigen Geschlechterrollen und Vorstellungen von Sexualität entzogen, die sich für Menschenrechte und gegen Hass engagierten und engagieren. Mit wundervollen Illustrationen untermalt, zeigt es bekannte und weniger bekannte Gesichter, die die Welt bunter gemacht haben.


Dieses Jahr werden viele CSD-Paraden nicht stattfinden können und das obwohl auch über 50 Jahre später immer noch nicht von gesellschaftlicher Gleichstellung die Rede sein kann. Während in Polen und anderen EU-Ländern sowie den USA wieder Gesetze in Kraft treten, die LGBTQI+ Menschen diskriminieren, während es immer noch Länder gibt, in denen Homosexualität unter Todesstrafe steht und das Gesetz zur Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Deutschland immer noch eklatante Schwächen aufweist, während überall auf der Welt Kinder „Geschlechtsanpassenden“ Operationen unterzogen werden und eine weltbekannte Autorin immer noch der Meinung ist, dass Menstruation ein Kriterium fürs Frausein darstellt, ziehe ich ein Kind groß, das dafür ausgelacht wird, dass es gern Röcke trägt und sagt: „Wenn man sich lieb hat, ist das doch immer was schönes. Warum findet man das nicht einfach gut?“. Und im Jahr 2020 habe ich keine Antwort darauf und alles was ich sagen kann ist, dass ich das nicht weiß.

Ich hoffe, dass dieses Buch allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in die Hände fällt, die Schwierigkeiten haben, ihre sexuelle und/oder geschlechtliche Orientierung zu akzeptieren. Ich hoffe, dass unsere Kinder eine Welt sehen, in der Liebe für alle möglich ist und wir frei sein können, von aufgezwungenen Vorstellungen von Geschlechterrollen und -identitäten. Sprecht mit euren Kindern, damit sie es besser machen!

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