Chidera Eggerue – What a Time to be alone

Even if you’re alone, you’re still in the best company. Being alone will always be a win because you already live a full and amazing life in your own, with great prospects and a delightful future. […] May you find security in your solitude.

What a Time to be alone

Habt ihr die Diskussion um Women don’t owe you pretty von Florence Given und die Plagiatsvorwürfe von @theslumflower Chidera Eggerue mitbekommen?

Im Groben geht’s darum, dass Chidera Eggerue ganze Teile ihres What a Time to be alone von 2018 in Givens Buch aus dem letzten Jahr wiedergefunden hat. Dafür kritisiert sie nicht nur Given, sondern auch das (gemeinsame) Management und die Tatsache, dass die Gesellschaft die gleichen Aussagen erst dann „abfeiert“, wenn sie aus der Feder oder dem Mund einer/eines Weißen kommen. Nachdem ich bei @lenaliestdas darauf aufmerksam wurde und die unübersehbaren Parallelen in der Gestaltung sah, wollte ich mir die Sache näher anschauen und dafür zunächst das Buch Eggerues unter die Lupe nehmen.


In What a Time to be Alone erzählt sie von den Weisheiten ihrer nigerianischen Mutter, anhand derer sie Leser:innen erklärt, warum jede*r gut ist, wie er/sie ist und warum es wichtig ist, liebevoll mit sich selbst umzugehen. Das Fazit ist im Prinzip, dass es immer 1000 mal besser ist, allein zu sein, als sich für andere zu verstellen. Das eine oder andere Mal erinnerte mich das Ganze an plakative Kalendersprüche. Damit möchte ich nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch ist. Vor knapp zehn Jahren wäre dieses Buch wahrscheinlich exakt das gewesen, was ich gebraucht hätte und ich bin mir zu 100% sicher, dass Eggerues Buch Leben retten oder zumindest ungemein verbessern kann. Wenn ihr Menschen, insbesondere Frauen kennt, die sich in toxischen Beziehungen befinden oder sich generell bis zum Brechen verbiegen, um zu gefallen, dann könnte das hier genau das sein, was sie brauchen.

Eggerue legt ihre Finger in jede Menge Wunden und kratzt tief in unserer patriarchalisch geprägten Seele. Das macht sie gut. Auch ich habe mich wohler in meinem Körper gefühlt, nachdem ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte.

Hat jemand von euch beide Bücher gelesen und kann was zu den Plagiatsvorwürfen sagen?

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