Jenny Offill – Wetter

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Was habe ich da eigentlich gerade gelesen?
Diese Frage musste ich mir stellen, nachdem ich „Wetter“ von Jenny Offill in der Übersetzung von Melanie Walz beendet hatte.

Der Klappentext erzählt uns, dass der Roman von Lizzie Benson handelt, einer Bibliothekarin mit einem gewissen „Talent als Amateur-Psychologin“, die die „völlig verrückten Hörer-Fragen eines Endzeit-Podcasts“ beantwortet, was sie und ihr Familienleben zunehmend durcheinander bringt.

Klingt soweit gut.
Der fragmentarische Schreibstil und die Sprache haben mir dann auch wirklich gut gefallen, nur habe ich leider überhaupt keinen roten Faden oder Plot erkennen können.
Ich weiß nicht, was da los war, aber um ehrlich zu sein, befürchte ich, dass ich einfach überhaupt nichts verstanden habe.
Also ja, natürlich habe ich geschnallt, dass die Protagonistin sich um ihren Bruder kümmert, dass die Erde sich zunehmend aufheizt und Lizzie zwischen Aktivismus und Flucht hin und her gerissen ist, aber irgendwie drang das ganze Drumherum so gar nicht zu mir durch.
Sehr gut gefallen haben mir jedoch die vielen unterschwelligen, zynischen und sarkastischen Untertöne, die ein hervorragendes Portrait einer Gesellschaft zeichnen, die sehenden Auges auf das Ende der Welt zusteuert.

Die überschwänglichen Lobeshymnen auf dem Klappentext haben meine Erwartungen sehr hoch geschraubt; der Roman konnte diese dann aber leider nicht erfüllen.
Es mag sein, dass ich trotz Masterabschluss in vergleichender Literaturwissenschaft leider nicht dazu in der Lage war, zu checken, was die Autorin mir da eigentlich erzählen möchte.

Danke an den @piperverlag , der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Wer hat das Buch auch gelesen? Wie ist es euch damit ergangen?

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