Liv Strömquist – I’m every Woman, Ich fühl’s nicht und Im Spiegelsaal

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich die Bücher von Liv Strömquist liebe?
Ja, hab ich. Egal. Nochmal: ich liebe die Bücher von Liv Strömquist.
Nachdem ich mir „I’m every Woman“ gekauft und vom Mann „Ich fühl’s nicht“ und „Im Spiegelsaal“ zum Geburtstag bekommen habe, ist die Sammlung dann jetzt auch komplett und ich liebe sie alle!

Diese Frau schafft es einfach, komplexe gesellschaftliche Themen in absurd witzigen Comics feministisch und klug aufzuarbeiten und zu erklären, warum die Welt ist, wie sie ist.

In „I’m every Woman“ erzählt sie den Mythos des männlichen Genies aus weiblicher Perspektive. Es geht um „Schattenfrauen“ wie Yoko Ono, Mileva Maric, Priscilla Presley, Nadja Allilujewa und andere Frauen, die erheblichen Anteil am Erfolg ihrer jeweiligen Ehemänner hatten, aber trotzdem viel zu oft „zu Fußnoten in den Geschichtsbüchern reduziert werden“ (Klappentext).

In „Ich fühl’s nicht“ hinterfragt Strömquist, warum Liebe im Zeitalter des Spätkapitalismus anders funktioniert und plädiert für eine neue befreite Liebe. Am Beispiel Leonardo DiCaprio und dessen zahlreichen gescheiterten Beziehungen mit bezaubernd schönen Bikinimodels untersucht sie, ob Konsumgesellschaft und Narzissmus uns alle beziehungsunfähig machen.

Das neuste Werk „Im Spiegelsaal“ widmet sich der Bildhaftigkeit unserer Gegenwart und unseren Schönheitsidealen. Was ist Schönheit und warum hat sie besonders für Frauen oft so einen hohen Stellenwert? Wie verändert sich Schönheitsempfinden und was haben soziale Medien und Handykameras damit zu tun?

Wie bereits ihre ersten beiden Bände „Der Ursprung der Welt“ und „Der Ursprung der Liebe“ waren auch diese drei Werke wieder die reinsten Augenöffner. Das Ganze verpackt mit dem besten Humor, den ich je gelesen habe. Ich übertreibe nicht. Ich finde lesen eigentlich nicht lustig. Liv Strömquist macht mir Muskelkater im Bauch vom Kringeliglachen.

Der einzige Wermutstropfen: Die Bände 4 und 5 haben ein anderes Format, als die ersten drei Teile. So habe ich jetzt Band 1 und 2 als Sammelausgabe, Band 3 in einem kleineren Format und die größeren Bände 4 und 5. Mein innerer Monk weint bitterlich.
Egal, egal. Lest Strömquist! Alle! Große Liebe.

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